introvertiert extrovertiert stärke power verena thiem

Introvertiert? So machst du es zu deiner Stärke!

Ich bin introvertiert. Dieses Wissen hat mein Leben verändert. Denn ich habe gelernt mit meiner Energie anders umzugehen. Welche Punkte man dafür beachten muss, verrate ich dir in diesem Blog. Heute habe ich nicht mehr so extreme Hoch- und Tiefphasen und bin nicht mehr so leicht erschöpft. Introvertiert – und doch bin ich Trainerin und Speaker. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. In diesem Blog zeige ich dir, was es bedeutet introvertiert zu sein, wie du das für dich nutzen kannst und warum gerade die Botschaft von Introvertierten in einer extrovertierten Welt so wichtig ist! 

Introvertiert? So machst du es zu deiner Stärke!

Introvertiert ist nicht gleich schüchtern
50% der Menschen sind introvertiert. Viele setzen jedoch introvertiert gleich mit schüchtern, ängstlich oder sozial unverträglich. Doch das ist nicht der Fall. Introvertierte Menschen haben einfach eine andere Art Energie zu gewinnen als Extrovertierte. Sie habe eine andere Energiequelle.

Introvertierte und Extrovertierte gewinnen ihre Energie auf andere Art
Extrovertierte Menschen bekommen Energie, wenn sie mit anderen Menschen in Kontakt sind, wenn sie im Mittelpunkt stehen, in Gruppen, bei Events und auch in Gesprächen. Introvertierte Menschen hingegen bekommen Energie durch die Zeit mit sich selbst – also, wenn sie alleine sind. Wenn Introvertierte zulange in der Gesellschaft von zu vielen und vielleicht sogar noch extrovertierten Menschen sind, fühlen sie sich rasch ausgelaugt und erschöpft. Daraus kann der Eindruck entstehen Introvertierte wären schüchtern oder gelangweilt. Fakt ist, sie werden meistens müde weil ihnen die Energie ausgeht. Deshalb ist es so wichtig zu wissen, woraus man Energie bezieht und darauf Rücksicht zu nehmen.

Introvertiert sein ist so wie die Augenfarbe angeboren
Das eine ist nicht besser oder schlechter als das andere. Es ist so wie es ist. Damit wird man geboren. Beide haben ihre Stärken und Schwächen. Es gibt einfach verschiedene Ausprägungen und auch Mischformen. Aber es gibt gewisse Tendenzen und Unterschiede.

Die Unterschiede von Extros und Intros und ein paar Beispiele

  • Extrovertierte lieben Partys, Events und die Unterhaltung mit anderen und fühlen sich oft sogar einsam, wenn sie danach alleine nach Hause kommen.
  • Für Introvertierte sind Partys eher anstrengend und sie sind froh, wenn sie nach einer Party nach Hause kommen und ihre Zeit für sich haben.
  • Extrovertierte stehen gern im Mittelpunkt und reden einfach gerne. Sie lieben es, wenn man ihnen zuhört.
  • Introvertierte sammeln zuerst Eindrücke, hören zu und reden erst dann, wenn sie etwas zu sagen haben, das für sie wirklich wichtig ist.

IRRTUM: Introvertiert sein ist nicht gleich Einsiedler
Introvertiert sein bedeutet nicht, dass man nur alleine sein möchte. Aber typisch für diese Menschen ist, dass sie gern einmal in ein Kaffeehaus oder an einen belebten Ort gehen, um unter Menschen zu sein und sich Inspirationen zu holen, aber ohne mit jemandem zu sprechen. Mittendrin zu sein und doch für sich alleine. Extrovertierte lieben hingegen den direkten Austausch mit anderen, setzten sich vielleicht auch mal alleine mit einer Zeitung in ein Kaffeehaus, beginnen aber spätestens nach 15 Minuten mit dem Keller oder der Person am Nachbartisch zu plaudern.   

Die besonderen Stärken von Extros und Intros im Beruf
Extrovertierte sind besonders gut in einer sozialen Führungsrolle. Sie lieben die Interaktion mit anderen, gehen dabei richtig auf und können daraus auch Energie für sich gewinnen. Sie bekommen auch ihre Ideen durch die Interaktion mit anderen. Bei Introvertierten sieht dieser Prozess anders aus. Sie haben ihre besten Ideen in der Stille, in den Ruhephasen, in der Zeit mit sich selbst. Deshalb brauchen Introvertierte auch im Berufsleben eher einen eigenen Raum um wirklich produktiv sein zu können.

Die Vorteile vom introvertiert sein
Introvertiert sein hat auch seine Vorteile. Wer alleine sein muss, der hat das gelernt. Und das ist eine wunderbare Eigenschaft. Denn es fällt nicht allen Menschen leicht, mit sich selbst Zeit zu verbringen und diese auch zu genießen.

Eine ganz wunderbare Eigenschaft ist auch, dass man als Introvertierter aus sich selbst heraus die besten Ideen erschaffen kann. Viele große Künstler und Wissenschaftler waren und sind introvertiert, wie z.B. Albert Einstein, Marie Curie, George Orwell, Vincent van Gogh, Steven Spielberg – um nur einige zu nennen.

Es ist ein Irrglaube, dass die besten Ideen in Meetings und bei Gruppen-Brainstormings entstehen. Diese Ideen sind oft nur so gut wie der Durchschnitt der Gruppe. Aber um etwas wirklich Großartiges zu schaffen braucht es innere Ruhe, denn dort ist der Ort wo die Ideen entstehen, die der Verstand alleine nicht erzeugen kann.

Die Dinge, die du als introvertierter Mensch wissen solltest!

So bekommen Introvertierte Energie:

  1. Durch Zeit mit sich alleine
  2. Durch Spaziergänge in der Natur, beim Lesen, Bewegung, mit Tieren
  3. Durch wertvolle Gespräche mit ausgewählten Menschen

Das zieht Introvertierten Energie ab:

  1. Große Gruppen oder Events über einen längeren Zeitraum
  2. Großraumbüros und lange Meetings
  3. Kontakt mit sehr extrovertierten Menschen über einen längeren Zeitraum

Tipps zum Energieaufladen für introvertierte Menschen im Beruf und Alltag:

  1. Rechtzeitig Ruhephasen einplanen
  2. Meetings oder Events mit Bedacht auswählen und gezielt besuchen
  3. Ruhe-Mechanismen finden wie Spazierengehen oder Musik mit Kopfhörer hören
  4. Seine Bedürfnisse anderen klar mitteilen
  5. Lernen „Nein“ zu sagen zu den Dingen die einem nicht gut tun

Das Problem, wenn Intros und Extros aufeinandertreffen
Wer sich seiner Energiequelle nicht bewusst ist, versteht oft den anderen nicht. Speziell Extrovertierten fällt es nicht immer leicht, denn sie möchten am liebsten immer unter Menschen sein. Wenn in Familien oder Beziehungen unterschiedliche Ausprägungen vorhanden sind, ist es wichtig zu verstehen was der andere braucht und darauf Rücksicht zu nehmen.

So kann man einander besser verstehen
Die Herausforderung von Extrovertierten ist es, auch einmal in die Zuhörerrolle zu gehen und diese Alleinzeit für sich zu trainieren. Denn auch das kann einen weiterbringen.
Die Herausforderung für Introvertierte ist es, rechtzeitig „NEIN“ zu sagen und klare Grenzen zu ziehen, wenn sie eine Auszeit brauchen. Sich aber dennoch nicht nur im stillen Kämmerchen einzusperren, sondern auch die Gesellschaft anderer zu suchen. Aber das in ausgewählter und zeitlich begrenzter Form.

Warum die Botschaft von Introvertierten in einer extrovertierten Welt so wichtig ist
Introvertierte Menschen sind tendenziell nicht die ersten die laut schreien und sich hinstellen und das Wort führen. Sie sind eher die, die zuerst einmal Eindrücke sammeln, zuhören, Dinge wirken lassen, sich dann dazu ihre eigenen Gedanken machen und dann etwas sagen, das für sie wirklich wichtig ist. Introvertierte reden nicht um des Redens willen, sondern nur wenn wenn ihnen etwas wirklich wichtig ist. Diese Botschaft anderen mitzuteilen, ist oft eine große Überwindung. Doch genau diese Botschaften sind so wichtig! Denn sie entstammen oft tief gehenden Überlegungen, die es einfach Wert sind von der Welt gehört zu werden!

Der Schritt vom Denken zum Sagen ist nicht immer leicht…
Als introvertierte Mensch weiß ich wie schwer es oft sein kann, diesen einen Schritt vom Alleinsein, Denken und Grübeln weiter zu gehen, um seine Botschaft mit der Welt zu teilen. Ich habe selbst über 30 Jahre gebraucht, um zu erkennen was es bedeutet introvertiert zu sein und zu lernen mir mein Leben so zu gestalten, so dass ich diese Eigenschaft am besten für mich nutzen kann und dass ich meine Botschaft mit der Welt teile. Denn heute weiß ich, dass meine Botschaft nicht nur für mich, sondern auch für andere wichtig ist!

Was ist deine Botschaft?
Wenn du eine Botschaft hast, die du gerne mit der Welt teilen möchtest oder mir etwas sagen möchtest, dann lade ich dich ein heute diesen einen Schritt weiter zu gehen und es mir im Kommentarfeld unter dem Blog mitzuteilen! Ich freue mich darauf.

Ich hoffe, dass dir dieser Blog geholfen hat, dich selbst und dein soziales Umfeld besser zu verstehen und deinen Energiehaushalt besser für dich zu nutzen. Wenn du Freunde hast, für die dieses Wissen hilfreich sein könnte, leite es ihnen doch einfach weiter!

Alles Liebe, Verena